Die Rennen der Patrouille des Glaciers finden in einer einzigartigen Umgebung statt: Inmitten alpiner Landschaften mit verschneiten Gipfeln, massiven Eiszäpfen, hohen Passübergängen und tiefen Tälern. Dieses empfindliche Ökosystem – sinnbildlich für den Schweizer Alpenraum – steht heute unter zunehmendem Druck. Das Kommando der Patrouille des Glaciers ist sich der Auswirkungen menschlicher Aktivitäten in diesem sensiblen Gebiet bewusst und setzt sich dafür ein, die Umweltauswirkungen des Anlasses zu begrenzen.
Gestützt auf den Richtlinien des Bundes und des VBS wurde eine Nachhaltigkeitsstrategie eingeführt. Sie basiert auf dem «Befehl Nachhaltigkeit» und setzt unter anderem auf einen für das Thema verantwortlichen Offizier auf jeder Basis, der die Umsetzung überwacht. Die Truppen werden zu umweltbewusstem Verhalten sensibilisiert und sämtliche Angehörige der Armee erhalten klare Weisungen, wie sie durch ihr Handeln zu einer nachhaltigen Durchführung der PdG beitragen.
Für jede Austragung wird eine CO₂-Bilanz erstellt, um die Hauptquellen der Emissionen zu identifizieren, die Klimaauswirkungen zu analysieren und geeignete Korrekturmassnahmen umzusetzen. Die aktuelle Bilanz ist hier zu finden.
Im Bereich Umweltschutz werden konkrete Massnahmen umgesetzt: Eine Reduktion der Transporte auf das Nötigste, Begrenzung des logistischen Aufwands und Schulungen des Personals zum schonenden Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Die Patrouille des Glaciers ist sich ihrer lokalen Verankerung bewusst und bevorzugt Partnerschaften und Lieferanten aus der Region. Sie fördert zudem umweltfreundliches Verhalten mit Massnahmen im Bereich Abfalltrennung und Mobilität, unter anderem durch ein ermässigtes ÖV-Billett für Zuschauerinnen und Zuschauer für die Anreise zu den Austragungsorten. Entsprechend dem Grundsatz global denken, lokal handeln ruft die Patrouille des Glaciers alle Patrouillen, Zuschauerinnen und Zuschauer sowie zivile und militärische Einsatzkräfte dazu auf, die Empfehlungen zu befolgen und so unser Engagement zugunsten des Umweltschutzes zu unterstützen. Für das Organisationskomitee zählt jeder Beitrag – «gemeinsam gehen wir hoch hinaus», um die Umwelt von morgen zu bewahren.
Das Kommando der Patrouille des Glaciers hat aus dem Ansatz „Globales Denken, lokales handeln“ 5 Regeln ausgearbeitet, welche die 4 Hauptmassnahmen ergänzen. Diese Regeln gelten für alle Beteiligten an der Patrouille des Glaciers.
Die Patrouille des Glaciers ist eine gewaltige technologische Herausforderung und ein Labor unter freiem Himmel. Denn das Überleben, die Kommunikation, die Organisation und der Respekt vor der Umwelt in hoher Höhenlage sind eine echte Herausforderung. Die Folgen des Klimawandels in den Höhenlagen sind mittlerweile sichtbar und beschäftigen nicht nur die Organisatorin der Veranstaltung, sondern auch die gesamte Bevölkerung.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Patrouille des Glaciers werden verschiedene Studien durchgeführt, um die Auswirkungen auf die Organisation des Rennens zu ermitteln sowie Massnahmen zu identifizieren, die nicht nur die bestehende natürliche Umgebung bewahren, sondern auch zu den notwendigen Aktionen in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.